Eine ausgewogene Ernährung ist die Basis des Lebens. Die Nahrungsqualität kann nach ihren Inhaltsstoffen wie z.B. Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe beurteilt werden. Durch die moderne Ernährungsweise mit hohem Anteil an billig hergestellten Fetten und hochverarbeiteten Proteinen mit Überangebot einfacher Kohlenhydrate sind sehr häufig diese Grundbedürfnisse nicht erfüllt.
Unsere genetische Programmierung des Stoffwechsels ist jedoch unverändert seit den letzten 100.000 Jahren und nicht auf diese moderne Ernährungsweise eingestellt. Der Steinzeitmensch optimierte seine Ernährung durch “mikronährstoffreiche” Fitnesskost, die reichlich hochwertige Proteine, wenig gesättigte Fette und viele Ballaststoffe enthielt. Daneben ist zu bedenken, dass die heutigen Gemüse- und Obstarten aus verschiedenen Gründen nicht mehr den Nährstoffgehalt aufweisen (ausgelaugte Böden, lange Transportwege etc.).
Bis zu 70% der Nahrungsmittel sind heute industriell verarbeitet, raffiniert, gekocht und enthalten Konservierungsstoffe.
Nicht zuletzt führt die moderne Lebensweise mit unzureichender Bewegung, Schlafmangel, psychosozialem Stress bereits im Kindes- und Jugendalter extrem zu, so dass der Bedarf an Mikronährstoffen und Vitaminen zunimmt.
Bei unzureichender Nährstoffversorgung muss sich der Körper entscheiden, wie der knappe Mikronährstoff verwendet werden soll. Nach dem Prinzip der Triage wird zunächst die minimale Versorgung der Zellen mit Energie gewährleistet (z.B. ATP-Synthese). Höhere Funktionen wie das Immunsystem oder die Krebsabwehr werden dann eingespart.
Literatur: Ames BN. Low micronutrient intake may accelerate the degenerative diseases. Proc Natl Acad Sci U S A. 2006
Was Sie tun können:
✅ Zu jeder Mahlzeit Gemüse essen, am besten aus biologischem und regionalem Anbau
✅ Die Aufnahme von ausreichend Protein sicherstellen und die Nährstoffbilanz optimieren
z.B. zusätzlich (hochwertiges) Fleisch, Eier oder eiweißreiches Gemüse verzehren
✅ ausreichend (sauberes) Wasser trinken
✅ die Zwischenmahlzeiten von Kindern möglichst Kohlenhydratarm gestalten (z.B. Nüsse, Gemüsesticks)
✅ äußere Stressfaktoren, wie Bildschirmmedien auf ein Mindestmaß reduzieren
✅ Die angeborene Bewegungsfreude von Kindern fördern
✅ Kinder- und Jugendliche bedarfsorientiert mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen
Was Sie vermeiden sollten:
⚠️ Gluten
Der Verzicht auf glutenhaltige Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln und Backwaren kann die Verdauung verbessern und Blähungen reduzieren.
⚠️Milchprodukte
Der Verzicht auf Kuhmilchprodukte wie Käse, Joghurt und Milch und stattdessen der Verzehr von Alternativen wie Ziegen- oder Schafsmilchprodukten kann dazu beitragen, Entzündungsreaktionen zu reduzieren und gleichzeitig wichtige Nährstoffe zuzuführen.
⚠️Zucker
Zuckerhaltige Lebensmittel sollten so weit es geht vermieden werden. Am ehesten sind Süßigkeiten in kleinen Mengen als Nachtisch möglich.